Ölmalerei wirkt einschüchternd, ist aber lernbar. Hier erfährst du alles über Leinwände, Farben, Malmittel und erste klassische Techniken.
Ölmalerei ist die Königsdisziplin der Malerei – und das aus gutem Grund. Die langsame Trocknungszeit erlaubt stundenlange Korrekturen, die Farbtiefe ist unvergleichlich, und die Haltbarkeit von Ölgemälden ist legendär.
Welche Materialien brauchst du?
Farben: Beginne mit 6–8 Grundfarben: Titanweiss, Elfenbeinschwarz, Kadmiumgelb, Kadmiumrot, Alizarinkarmesin, Ultramarin, Phthalogrün, Ockergelb.
Leinwand: Grundierte Leinwand oder Malpappe eignet sich für Einsteiger. Grösse 30×40 cm ist ideal zum Üben.
Malmittel: Leinöl verdünnt und verlangsamt das Trocknen. Terpentin (oder geruchloses Testbenzin) reinigt Pinsel und verdünnt stark.
Pinsel: Borsten- und Filbert-Pinsel für grosse Flächen, Rundpinsel für Details.
Die wichtigsten Techniken
Fett über Mager: Schichten mit mehr Öl kommen über Schichten mit weniger Öl – so verhindert man Risse.
Alla Prima: Wet-on-wet malen, alles in einer Sitzung fertigstellen. Impressionistisch und lebendig.
Lasurtechnik: Dünne, transparente Farbschichten übereinander legen – erzeugt Tiefe und Leuchtkraft.
Ölmalerei-Kurse in der Schweiz gibt es bei zahlreichen Kunstschulen – von der Kunstschule Aarau bis zu privaten Ateliers.