Das Glasieren ist der letzte Schritt vor dem Brand – und oft der spannendste. Wir erklären Grundlagen, verschiedene Techniken und häufige Fehler.
Glasieren transformiert rohgebrannten Scherben in wasserabweisende, ästhetisch vollendete Keramik. Und es ist der Schritt, der die meisten Überraschungen bringt.
Was ist Glasur?
Glasur ist eine dünne Schicht aus fein gemahlenem Glas (Quarz, Feldspat, Flussmittel), die beim Brand schmilzt und das Keramikstück versiegelt.
Techniken
Tauchen (Dipping): Das Stück wird in flüssige Glasur getaucht. Schnell, gleichmässig, ideal für einfarbige Glasuren.
Giessen: Glasur wird über das Stück gegossen. Gut für Innenglasung.
Pinseln: Langsam, für Details, Überlappungen, mehrfarbige Effekte. Braucht mehrere Lagen.
Spritzen: Präzise, professionell, braucht Spritzanlage.
Die wichtigste Regel
Glasur sieht trocken und nass völlig anders aus als gebrannt. Führe immer Testkacheln mit allen Glasuren und Brenntemperaturen.
Häufige Fehler
- Zu dicke Glasur: bricht beim Brand, läuft zu stark
- Glasur auf dem Boden: Stück bleibt am Brenntisch haften (fatal!)
- Zu dünne Glasur: fleckiges Ergebnis, Scherben sieht durch