Töpfern erlebt seit Jahren einen Boom. Aber Drehscheibe oder Handaufbau? Wir erklären die Unterschiede und welche Technik für Einsteiger einfacher ist.
Töpfern boomt. "Cottagecore", Nachhaltigkeit und die Sehnsucht nach analogen Tätigkeiten haben dazu beigetragen, dass Töpferkurse in der Schweiz oft monatelange Wartelisten haben.
Handaufbau: Ideal für Einsteiger
Was ist es? Ton von Hand formen – Wülste rollen, Platten ausrollen, aufbauen.
Vorteile: Kein kompliziertes Gerät nötig, viel künstlerische Freiheit, gut für unregelmässige organische Formen.
Typische Objekte: Tassen, Schüsseln, Vasen, Skulpturen, Wandobjekte.
Lernkurve: Moderat – erste Erfolge schon in der ersten Stunde.
Drehscheibe: Mehr Übung nötig, mehr Befriedigung
Was ist es? Ton auf einer rotierenden Scheibe von innen heraus hochziehen.
Vorteile: Schnell gleichmässige Formen, meditative Wirkung des Rhythmus, klassische Töpferei.
Typische Objekte: Schüsseln, Becher, Krüge, Teller.
Lernkurve: Steil – die ersten Versuche enden oft mit zusammenbrechendem Ton. Nach 5–10 Stunden entstehen erste gute Stücke.
Empfehlung
Für absolute Einsteiger: Handaufbau. Für alle, die das "klassische Töpfern" meinen: Drehscheibe.
In der Schweiz bieten DB Pottery (Zürich), Atelier Cunegondi (Luzern), KeramikWerk (Winterthur) und viele andere Töpferkurse in beiden Techniken an.