Pleinair – Malen in der freien Natur – erlebt gerade ein Revival. So bereitest du dich vor, was du mitbringst und was du bei Wind und Sonne beachtest.
Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir – sie alle malten draussen. Das "En-plein-air"-Malen (Pleinair) revolutionierte die Kunstwelt des 19. Jahrhunderts. Heute erlebt es ein grosses Revival.
Warum Pleinair?
Licht, Luft und Stimmung kann man aus dem Gedächtnis oder von Fotos nicht so einfangen wie direkt vor Ort. Die sich ändernde Lichtsituation zwingt zum schnellen Arbeiten – das macht Bilder lebendiger.
Was du mitnimmst
Für Aquarell: Reiseset, 300g Aquarellpapierblock, Wasserbecher, 6 Farben reichen.
Für Öl: Leichtes Holzkästchen (pochade box), 5–6 Farben, Leinwandstücke.
Immer: Sonnenschutz, Insektenschutz, Stuhl, genug Wasser zum Trinken.
Der Sonne folgen
Direkte Mittagssonne erzeugt harte, wenig interessante Schatten. Die "goldene Stunde" – eine Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang – bietet weiches, warmes Licht.
Schnell entscheiden
Beim Pleinair bleibt wenig Zeit zum Zögern. Entscheide in 5 Minuten für ein Motiv, leg die Hauptmassen fest, dann male.
Pleinair-Kurse in der Schweiz werden von mehreren Kunstschulen angeboten, oft als Intensivwochenenden oder Malreisen in die Toskana oder die Burgunderlandschaft.