Ein gutes Portrait braucht kein teures Equipment. Dieses Einsteiger-Tutorial erklärt die 3 wichtigsten Faktoren für ausdrucksstarke Portraits.
Ein technisch perfektes Portrait erfordert keine Profi-Kamera. Es erfordert Verständnis von Licht, Perspektive und Blende.
1. Weiches Licht bevorzugen
Hartes Mittagslicht erzeugt tiefe Schatten unter Augen und Nase – unvorteilhaft für Portraits. Weiches Licht entsteht:
- An bedeckten Tagen (Wolken als natürlicher Diffusor)
- Im Schatten (aber mit Reflexlicht von einer hellen Wand)
- In der Nähe eines grossen Fensters (nicht direkt in die Sonne)
2. Brennweite und Abstand
Weitwinkel (24–35mm) nahe am Gesicht erzeugen Verzerrungen – unnatürlich breite Nasen, zu grosse Ohren. Portrait-Brennweiten sind 50–135mm: ausreichend Abstand für natürliche Proportionen.
3. Blende weit öffnen
F/1.8 bis F/2.8 trennt das Gesicht vom Hintergrund (Bokeh). Das Auge im Vordergrund bleibt scharf, der Hintergrund wird zum sanften Unschärfeteppich.
Das Geheimnis: Verbindung
Technisch perfekte Portraits ohne Verbindung zwischen Fotograf·in und Person wirken kalt. Sprich mit deinem Modell, bring sie zum Lachen, warte auf natürliche Momente.
Professionelle Portrait-Fotografie-Kurse gibt es bei der Fotografieschule Limmattal, der SKDZ in Zürich und der Fotoschool in Pfäffikon.